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Die Blutegeltherapie ist ein traditionsreiches Verfahren der Naturheilkunde, das sich heute als feste Ergänzung zur tierärztlichen Behandlung bewährt hat. In unserer Tagesklinik setzen wir medizinische Blutegel gezielt dort ein, wo ihr Wirkprofil zur Diagnose passt: bei entzündlichen Prozessen, Schwellungen, Schmerzen und in der Narbenbehandlung. Sie ergänzen die klassische Medizin, sie ersetzen sie nicht.
Wann Blutegeltherapie hilft
Sie ist bei einer Reihe orthopädischer, dermatologischer und chirurgischer Beschwerden sinnvoll. Typische Anlässe:
- bei Arthrose und Gelenkbeschwerden, um Schmerzen zu lindern und entzündliche Prozesse im Gelenk zu beruhigen.
- bei Sehnen- und Bänderverletzungen, um Heilungsprozesse im Bindegewebe gezielt zu unterstützen.
- bei Rückenproblemen, um verspannte Strukturen zu lockern und die Durchblutung zu fördern.
- bei Hämatomen und Schwellungen, um Blutergüsse schneller abzubauen und Druck im Gewebe zu reduzieren.
- bei Othämatomen (Blutohr), um die Resorption zu fördern, oft als Alternative oder Ergänzung zum chirurgischen Eingriff.
- in der Narbenbehandlung, um verhärtete Narbenstränge weicher und elastischer zu machen.
- bei chronischen Entzündungen, um den entzündlichen Reizzustand schrittweise zu reduzieren.
Wie Blutegeltherapie wirkt
Während des Saugens gibt der medizinische Blutegel einen komplexen Speichel an das umliegende Gewebe ab. Dieser enthält eine Vielzahl bioaktiver Substanzen mit entzündungs- und gerinnungshemmender, schmerzlindernder und durchblutungsfördernder Wirkung. Gemeinsam unterstützen sie den Körper bei der Heilung: Schwellungen werden reduziert, Schmerzen gelindert, Heilungsprozesse beschleunigt.
Trotz ihres langen historischen Erbes hat die Methode heute einen festen Platz in der modernen Naturheilkunde. Wir setzen sie gezielt ein, wenn ihr Wirkprofil zur Diagnose passt, und stimmen den Einsatz immer mit der laufenden tierärztlichen Behandlung ab.
Die Blutegeltherapie ist bei uns eingebettet in Orthopädie, Chirurgie und Dermatologie. Über Indikation und Eignung im Einzelfall entscheiden wir gemeinsam mit den behandelnden Tierärztinnen und Tierärzten.
















